Plastikmüll im Meer

 

Zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Weltmeeren. Rückstände von Plastik finden sich in allen Meeren, vom Nordpol bis zum Südpol, in Küstennähe und auf offenem Meer. Erhebliche Mengen sammeln sich als gigantische Müllstrudel in grossen Strömungswirbeln der Ozeane. Reste finden sich aber auch auf dem Meeresboden und in den Sedimenten. Strände unbewohnter Inseln versinken geradezu im Müll. Wie viel Plastik sich genau in den Weltmeeren befindet, ist bisher aber nicht bekannt. Und auch die Frage nach der Herkunft ist nur unzureichend beantwortet. Der Hauptgrund für die Verschmutzung ist jedoch gemäss Experten die unsachgemässe Entsorgung des Abfalls.


Plastik ist extrem beständig und kann über Jahrzehnte, womöglich gar über Jahrhunderte, in der Umwelt bleiben. Im Laufe der Zeit werden größere Plastikteile stark zerkleinert, sie sinken dann von der Oberfläche in die Tiefe der Meere ab. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik können 350 bis 400 Jahre vergehen.

Der Müll in unseren Ozeanen besteht aus Plastiktüten, PET-Flaschen, Feuerzeugen, Zahnbürsten, Einmalrasierern, und ähnlichem mehr. Was die Plastikteile im Ökosystem Meer anrichten, ist ebenfalls unklar. Allerdings deuten viele Beobachtungen auf massive Auswirkungen hin. Rückstände wurden bereits in vielen Meerestieren wie Muscheln, Fischen oder auch Fischlarven gefunden, aber auch in Seevögeln. Seevögel verenden qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton.Letztlich landet das Plastik über die Nahrungskette wieder beim Menschen.


Neben den gesundheitlichen Bedrohungen für Mensch und Tier hat der Müll im Meer auch ökonomische Folgen. Tourismusgebiete sind bedroht, Strände müssen ständig gesäubert werden, der Müll verfängt sich regelmäßig in Schiffsschrauben und Fischernetzen. Auch die Landwirtschaft leidet unter verschmutztem Weideland in Küstennähe. Bei Kraftwerken verursacht der Müll Schäden bei der Kühlwasseraufnahme, bei Entsalzungsanlagen blockiert er den Wasserkreislauf. Die Verschmutzung unserer Meere führt jedes Jahr zu enormen wirtschaftlichen Schäden.


Nach Ansicht der Wissenschaftler gibt es zwei Möglichkeiten, die Plastikverschmutzung der Meere aufzuhalten: Die Entsorgung verbessern und den Plastikverbrauch einschränken. Der Müll in den Meeren ist ein globales Problem, und ohne einen strengen Massnahmenkatalog wird es nicht gehen. Deshalb ist neben Wirtschaft, Industrie und Bürgern auch die Politik gefragt - um neue Richtlinien und Anreize zu schaffen, aber auch die Einhaltung bereits bestehender Gesetze konsequenter zu verfolgen. Es bedarf regionaler und globaler Anstrengungen, um die Verschmutzung unserer Meere zu verringern.


Was kann man selber tun? Plastikverpackungen, Plastiktüten und Wegwerfartikel vermeiden  und Müll getrennt und sachgerecht entsorgen. Auf Zahnpasta und Kosmetika mit Mikroplastik-Kügelchen verzichten, und Produkte aus PVC (Polyvinylchlorid) und PC (Polychlorid) meiden.

 

 

Quellen:

 

http://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell/

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/plastikmuell-bis-zu-13-millionen-tonnen-landen-in-meeren-a-1018226.html

 

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Die-Muellinseln-wachsen/story/11420521

 

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/156409/index.html

 

 

 

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