Schamlose Bereicherung auf Kosten der ärmsten der Gesellschaft

Beispiele aus der Schweiz und aus Katar

 

Unverschämte Zürcher Vermieter

In Zürich wohnen viele anerkannte Flüchtlinge aus Eritrea und Somalia – die meisten von ihnen Sozialhilfebezüger - auf engstem Raum in heruntergekommenen, ungepflegten und renovationsbedürftigen Liegenschaften. Viele wohnen gemeinsam mit ihrer Familie in einem einzelnen Zimmer und müssen sich die Küche und das Bad mit den anderen Mietern teilen. So leben beispielsweise in einer 5-Zimmer-Wohnung bis zu fünf Parteien zusammen. Ein Zimmer, das sich mehrere Personen teilen, kostet monatlich 1400 Franken. Eine 2-Zimmer-Wohnung ist 40 Quadratmeter gross und kostet 1800 Franken pro Monat. Vier Personen teilen sich dort den knappen Raum. (Für die Mietkosten definiert die Sozialhilfe Maximalbeträge: für einen 2-Personen-Haushalt monatlich 1400 Franken, für eine Einzelperson 1100 Franken.)
So verdient beispielsweise der unverschämte Vermieter von drei heruntergekommenen Häusern mit 60 teils kaum mehr bewohnbaren Wohnungen jährlich rund eine Million Franken. Eine Summe, welche über die Sozialhilfe bezahlt werden muss. Die Stadt Zürich resp. die Sozialen Dienste erklären sich als machtlos gegenüber solchen Machenschaften.


Schamlose Ausbeutung der Bauarbeiter in Katar

Trotz aller internationalen Appelle beutet der künftige WM-Gastgeber Katar weiterhin ausländische Arbeiter rücksichtslos aus. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Menschenrechtler kritisieren seit langem die Bedingungen auf Katars Baustellen: Die Temperaturen steigen regelmäßig über 50 Grad, dennoch müssen die Migranten viele Stunden am Stück schuften. Demnach starb in diesem Jahr im Schnitt an jedem zweiten Tag ein Arbeiter aus Nepal.
Die in Aussicht gestellte Abschaffung des Kafala-Systems, das Gastarbeiter an einen einheimischen Sponsor bindet, ist trotz anders lautender Versprechen noch immer nicht umgesetzt worden. Ohne gesonderte Erlaubnis können die Gastarbeiter ihre Jobs nicht kündigen und das Land nicht verlassen. Gegen unmenschliche Wohnverhältnisse, gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen und nicht ausbezahlte Löhne sind sie somit machtlos.
Und während diese Bauarbeiter tagtäglich ihr Leben aufs Spiel setzen, verdienen sich gemäss der Anklageschrift der US-Justizbehörde unter anderem viele Fifa-Funktionäre durch Schmiergelder, Bestechung und Geldwäsche eine goldene Nase.
 
 
Quellen:

 

http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/sozialhilfeempfaenger-muessen-zu-hohe-mieten-bezahlen

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Zuerich-zahlt-Millionen-an-unverschaemte-Vermieter/story/28906338

http://www.stern.de/tv/sterntv/norbert-bluem-mit-stern-tv-in-katar-in-diesem-land-kann-keine-fussballweltmeisterschaft-stattfinden-2193255.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/katar-2022-amnesty-kritisiert-ausbeutung-der-gastarbeiter-a-1034816.html

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20 Uhr 

 

 

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19 Uhr, Vereinsraum MZH